Cut, Frack und Gehröcke


Zu förmlichen Anlässen war lange der sogenannte, steife Cutaway in Mode: Ein Anzugtyp, der aus dem Gehrock entwickelt wurde, bei dem jedoch abgeschnittene Ecken für den Namen sorgten. Im Jahr 1925 kam ein neuer Anzug auf: der Stresemann.  Den Stresemann machte ein schwarzes Sakko (einreihige Knöpfe) mit einer grauen Weste aus. Der Schnitt betont die füllige Brust- und Rückenpartie sowie eine schmale Taillierung. Dazu trug Mann eine Hose mit feinen Streifen, eine graue oder helle Krawatte und Hut.

Die Mode zur glamourösen Party am Abend war vom dunklen Smoking oder Frack beherrscht. Dazu trug Mann Krawatte und Gamasche. Das neue Trendaccessoire war die Armbanduhr, die die bisher angesagte Taschenuhr ersetzte. Der Zylinder war in der Abendmode ebenso noch präsent.

Alternativ sind Sie mit einem Nadelstreifenanzug gut beraten, wenn Sie den 20er-Jahre-Look kreieren möchten. Der Schnitt der Herrenanzüge änderte sich dabei im Lauf dieses Jahrzehnts: Zunächst wiesen die Hosen noch einen schlanken Schnitt auf und die Silhouette des Anzugs erzeugte eine Stundenglas-Figur. Die Hüften und die Schultern waren also ungefähr gleich schmal, während die Jackett-Taille der natürlichen Taille nachempfunden war. Diese Nadelstreifenanzüge waren demzufolge wunderbar symmetrisch.