Knickerbocker


Als Knickerbocker bezeichnet man Überfallhosen, die etwa wadenlang sind und besonders weite Beine haben. Sie werden heute sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Gedacht waren die Hosen eigentlich als strapazierfähige Bekleidung für sportlich aktive Männer wie Bergsteiger und Wanderer. Deshalb bestanden sie früher auch aus Leder. Die Torhüter der Fußballmannschaften trugen bis 1920 ebenfalls gern welche aus Leder, denn damit konnten sie sich gut vor Verletzungen schützen.

Mittlerweile bestehen die Pumphosen aber häufig auch aus Baumwolle oder Kunstfaser. Die Knickerbocker ähneln den ebenfalls sehr beliebten Dreiviertelhosen und Kniebundhosen. Bei Kniebundhosen handelt es sich um einen Mix aus Shorts und Hosen. Der Unterschied zur Knickerbocker besteht darin, dass der Abschluss höher in der Nähe des Knies angesetzt wird. Zudem sind Knickerbocker weiter geschnitten.

Es gibt einige Accessoires, die dafür sorgen, dass Ihr 20er-Jahre-Kostüm perfekt abgerundet wird. Zu den Klassikern gehört zum Beispiel die Schiebermütze. Diese Kopfbedeckung erfreute sich in den 20ern gerade für körperliche Arbeit oder für die Freizeit einer großen Beliebtheit. Sie passt sehr gut zu Knickerbockern. Hosenträger waren in den Zwanzigern sogar absoluter Standard. Damals wurden Gürtel nämlich nur sehr selten und – wenn überhaupt – zur Arbeitskleidung getragen. Am Anzug gab es in den 20er-Jahren noch keine Gürtel. Deshalb wurden stattdessen Hosenträger verwendet. Manche Herren hatten sogar so viele Hosenträger in ihrem Kleiderschrank, dass sich eine farbliche Sortierung lohnte.